|
Ferienkurse
Drechseln, Schnitzen und Oberflächenbehandlung 2008 Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e. V. Tel.: 037360/72442, Fax:
037360/3048
eMail:
verband@erzgebirge.org,
Internet: www.erzgebirge.org
Ansprechpartner :
Frau Börner, Frau Dinter
Ort: Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule Seiffen, Hauptstraße 112, 09548 Seiffen Kurse:
Drechseln
Woche vom 14.07. - 18.07.2008
Woche vom 21.07. - 25.07.2008
Woche vom 28.07. - 01.08.2008
Woche vom 11.08. - 15.08.2008
Der Preis pro Woche und Teilnehmer beträgt
330,- € inklusive
Mehrwertsteuer. Bei wiederholter Teilnahme sind Rabatte möglich.
Das Mindestalter für Teilnehmer liegt bei 16 Jahren.
Schnitzen Woche vom 14. - 18.07.2008 Grundkurs
Der Preis pro Woche und Teilnehmer beträgt 150,- € inkl. MwSt.
Das Mindestalter für Teilnehmer liegt bei 12 Jahren.
Oberflächenbehandlung
Woche vom
21. -
25.07.2008 In diesem Kurs werden den
Teilnehmer die Techniken der Oberflächengestaltung in der Erzgebirgischen
Holzkunst® vermittelt. Schwerpunkte sind das Lackieren und Bemalen von
typischen erzgebirgischen Figuren, Spanschachteln und Spielzeugen. Außerdem sollen die Teilnehmer angeregt werden, durch
eigenes kreatives Schaffen Holzerzeugnisse selbst zu gestalten.
Der Preis
pro Woche und Teilnehmer beträgt 200,- € inkl. MwSt..
Das Mindestalter für Teilnehmer liegt bei 12 Jahren. Stundenzahl:
Montag bis Freitag sechs bis acht Stunden je nach Interesse Kursbeginn: jeweils
Montags, 12.00 Uhr in der Holzspielzeugmacher- und Drechslerschule Seiffen, Hauptstraße 112, 09548 Seiffen Sonstige Bedingungen:
- Material
und Werkzeuge werden komplett gestellt. -
Angefertigte Werkstücke können mitgenommen werden. -
Es wird individuell auf die Voraussetzung der Teilnehmer eingegangen. -
Während der Kurse ist ohne zusätzliche Kosten
ein Besuch beim Reifendreher und im
Spielzeugmuseum Seiffen möglich. -
Geeignete, enganliegende Arbeitskleidung - insbesondere für das
Drechseln - muss mitgebracht werden. -
Eine Unfallversicherung während der Teilnahme an den Kursen durch den
Veranstalter besteht nicht. -
Die Anzahl der Teilnehmer/innen ist auf 10 Personen je Kurs begrenzt. -
Wird eine Mindestteilnehmerzahl von 5 Teilnehmern je Kurs nicht erreicht,
kann der Kurs bis vier Wochen vor Beginn mit einem anderen Kurs zusammen gelegt
werden. Buchung: Die
Kurse können nur direkt beim Veranstalter gebucht werden. Die Bezahlung der entsprechende Teilnehmergebühr ist
14 Tage nach Erhalt der Buchungs Unterkunft:
Die Unterkunft ist individuell in Seiffen oder Umgebung zu buchen.
Buchungen sind möglich über:
Fremdenverkehrsamt Seiffen, Hauptstraße 95, 09548 Seiffen Tel.:
037362/84 38 Olbernhau, 17.1.2008
Auszeichnung „Tradition
und Form 2007“
Hauptpreise Miniaturendrechslerei Uhlig, Lengefeld; „Der Weihnachtsbaum für die Hosentasche“; Gestalter: Petra und Uwe Uhlig
Für „Den Weihnachtsbaum in der Hosentasche“ wird die Miniaturendrechslerei Uhlig das zweite Mal mit einem Hauptpreis bedacht. Die Miniaturisierung des Weihnachtbaumes in Form des traditionellen Ringelbäumchen in Verbindung mit dem edlen Material und der Formenvielfalt verschiedener Hölzer ist eine gelungene, moderne und humorvolle Spielidee, deren Funktionalität mit der mitgelieferten Verpackung garantiert ist. Die Miniaturweihnachtsbäumchen und die Hülse zeichnet eine hervorragende handwerkliche Verarbeitung aus. Ein ansprechendes, zum Charakter des Erzeugnisses passendes Verkaufsdisplay, runden den positiven Gesamteindruck ab. Björn Köhler Kunsthandwerk, Eppendorf; „Großes Schachspiel“
Bereits zum vierten mal wird der Eppendorfer Holzgestalter und Drechslermeister Björn Köhler mit einem Hauptpreis gewürdigt. Auch das „Große Schachspiel“ zeichnet die für ihn typische Verbindung von traditioneller Handwerkstechnik mit modernem Design, welches sich auf einfache und klare Formen beschränkt, bei gleichzeitiger Wahrung der Funktionalität aus. Eine hochwertige und praktische Verpackung sowie ein dem Wert des Erzeugnisses angemessener Verkaufsprospekt bilden sowohl eine hervorragenden Ergänzung aber auch eine Einheit mit dem Erzeugnis. Anzumerken ist noch, dass mit dem „Großen Schachspiel“ eine über 80-jährige Tradition der Schachfigurenherstellung in Eppendorf wieder aufgenommen wurde. Werkstätten Flade, Olbernhau; „Adventskalender mit Flade-Miniaturen“; Gestalter: Harry Schuppel
In der Tradition Erzgebirgischer Lichterhäuser liegend,
zeichnet das repräsentativ gestaltete Haus die gelungene
Kombination eines Adventskalenders mit Sammlerfiguren der
Werkstätten Flade aus. Die 24 Drehtürchen werden dem Charakter des
Adventskalenders in sehr praktischer Weise gerecht und bieten den Sammlerfiguren
eine hervorragende Präsentationsfläche. Das Haus besticht durch eine solide
Tischlerarbeit, welche durch eine kontrastreiche Bemalung noch hervorgehoben
wird. Preis für „Hervorragende Traditionspflege“ Emil Helbig – Kunstgewerbliche Schnitzereien, Inh. Bettina Bergmann; Grünhainichen
Die Firma Emil Helbig, welche in dritter Generation seit über sieben Jahrzehnten typische erzgebirgische Schnitzereien fertigt, erhält den Preis für ihr Gesamtsortiment. Die Firma, welche 1933 von dem aus der Grünhainicher Gewerbeschule von den Nazis entlassenen Lehrer Emil Helbig gegründet wurde, machte sich schon bald mit der schnitzerischen Darstellung von Tier-, Krippen,- Kinder- und Märchenmotiven einen Namen und entwickelte eine eigene Handschrift. Diese lässt sich mit den Worten zusammenfassen: Silhouette prägnant; Schnitzflächen formen Räumlichkeit, zart aufgetragene Farben lassen Freiraum für das unbehandelte Holz. Viele dieser ursprünglichen Motive werden noch heute in nur gering veränderter Form gefertigt. Zunächst durch Emil Helbig selbst und dann durch seinen Sohn Walther Helbig wurde die Firma nach dem Krieg weitergeführt. Dabei wurde die geschnitzte Figurenvielfalt kontinuierlich weiterentwickelt. Walther Helbig war es auch, der 1991 die Reprivatisierung durchführte und zwei Jahre später die Firma an seine Tochter Bettina Bergmann übergab. Seitdem gab es neben der Weiterführung der traditionellen Motive auch zahlreiche Neuentwicklungen, wie das Schokoladenmädchen und den großen Weihnachtsmannschlitten, welche alle die über siebzigjährige Handschrift und die hohe schnitzerische Qualität der Firma widerspiegeln. Sonderpreis der Sparkasse
Mittleres Erzgebirge Erzgebirgische
Lichterhäuser Birgit Uhlig, Olbernhau; „Produktreihe Kirchen aus dem
Erzgebirge“
Mit der in diesen
Jahr neuentwickelten „Crottendorfer Kirche“ wurde von Birgit Uhlig nach der
„Bergkirche Oberneuschönberg“, der “Seiffener Kirche“, der
„Wehrkirche Großrückerswalde“, der „Trinitatiskirche Carlsfeld“ und
der „George-Bähr-Kirche Forchheim“ die sechste erzgebirgsiche Kirche als
Lichterhaus geschaffen. Wie alle ihre Vorgängerinnen zeichnet sich die
„Crottendorfer Kirche“ durch eine originalgetreue und filigrane Nachbildung
sowie durch eine hohe handwerkliche Verarbeitungsqualität aus. Neben der durch
diese Serie meisterhaften Fortführung der Tradition der Erzgebirgischen
Lichterhäuser ist auch die damit verbundene erzgebirgische Traditionspflege
hervorhebenswert. Sonderpreis Dietmar Ender,
Borstendorf Dietmar
Ender führte die Werkstatt seines Vaters Rudolf Ender, welcher die Werkstatt in
den 1930 Jahren gründete, fort. Das Sortiment folgte überwiegend den Entwürfen
des ehemaligen Direktors der Spielwarenfachschulen in Seiffen und Grünhainichen,
Professor Alwin Seifert. Das waren einerseits miniaturisierte erzgebirgische
Bewegungsspielzeuge, wie der Storchenreiter oder Klimperkästchen.
Anderseits fertigte man eine breite Kollektion an weihnachtlichen
Motiven, darunter neue Nussknacker, Räuchermänner, lichtertragende Figuren und
Krippen. Die Werkstatt wirkte und warb mit dem Motto „Wiedererweckte alte
Volkskunst“. Auch Dietmar Ender
hat mit der Übernahme der väterlichen Werkstatt diese typischen
Gestaltungsformen weiter gepflegt. Behutsam wurde in den 1990er Jahren eine
Erweiterung der Werkstattkollektion durchgeführt, ganz im Sinne der Bewahrung
der traditionellen Charakteristik und hoher handwerklicher Qualität. Dietmar
Ender vermochte Liebreiz und Sinnlichkeit der traditionellen Erzeugnisse zu
wahren. Auszeichnung „Tradition und Form“ 2006In diesem Jahr wurden 28 Erzeugnissen und damit acht mehr als im Vorjahr zur Auszeichnung eingereicht. Die aus 9 Personen bestehende Jury unter dem Vorsitz von Helfried Dietel wählte die Maximalzahl von fünf für einen Hauptpreis aus. Zum vierten Mal erfolgte die Auszeichnung mit dem Preis für „Hervorragende Traditionspflege“. Die ausgezeichneten Erzeugnisse wurden zur Leipziger Messe Cadeaux vom 9. bis 11.9.2006 am Verbandsstand im Erzgebirgsareal erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Die Übergabe der Preise durch das Landratsamt des Mittleren Erzgebirgskreises, die Sparkasse Mittleres Erzgebirge und den Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e. V. erfolgt am 16.11.2006 zur Eröffnung der Weihnachtsausstellung im Erzgebirgischen Spielzeugmuseum in Seiffen. Hauptpreise Kaden & Kaden GbR - Holzgestaltung, Neuhausen;
„Tellerkugelbahn“; Gestalter: Prof. Gerd Kaden Mit der „Tellerkugelbahn“ wird die Werkstatt Kaden & Kaden bereits zum dritten Mal mit einem Hauptpreis ausgezeichnet. Die Tellerkugelbahn ist ein Spielmittel, welches sich durch eine hohe Ästhetik auszeichnet und sich deutlich von anderen Kugelbahnen unterscheidet. Ein sehr einfacher Aufbau und eine flexible Gestaltung ermöglichen ein breites Verwendungsspektrum, welches über den unmittelbaren Spielbereich hinausgeht. Z. B. ist es als Meditationsspiel im therapeutischen Bereich einsetzbar. Durch die Kompatibilität mit der bereits vor drei Jahren ausgezeichneten „Kugelbahn im Kasten“ stellt sie auch eine sinnvolle Sortimentsergänzung dar.
Holzgestaltung Knut Dietze, Olbernhau;
„Pinguinserie“ Nach 2001 erhält der Holzgestalter Knut Dietze zum zweitenmal einen Hauptpreis. Die Pinguinserie widerspiegelt in vielfältiger, liebevoller und amüsanter Weise das Lebensumfeld der Pinguine. Obwohl standardisierte Drehteile in Verbindung mit der Reifendrehtechnik eine rationelle Fertigung ermöglichen, ist jeder Pinguin individuell gestaltet. Ein als Eisberg gestaltetes Verkaufsdisplay rundet den positiven Gesamteindruck ab.
Christian Ulbricht GmbH & Co. KG, Seiffen;
Rauchmannserie “Heiligen Drei Könige”; Gestalter: Hartmuth Walther Mit den „Heiligen Drei Königen“ ist eine Rauchmannserie entwickelt worden, welche sich deutlich von anderen Räuchermännern unterscheidet. Durch den kindlichen Gesichtsausdruck, welcher hervorragend mit der Körperform und dem Zubehör harmoniert, sind trotz des Motivs lustige Rauchfiguren entstanden. Weiterhin zeichnet eine zum Motiv passende Farbgebung und ausgezeichnete handwerkliche Verarbeitung die Rauchmannserie aus.
Kunsthandwerkliche Holzgestaltung Steffen Kaiser,
Bischofswerda; „Oberlausitzer Bauersleute bei der Andacht“ Nachdem Steffen Kaiser bereits 2001 mit einem Sonderpreis
ausgezeichnet wurde, erhielt er diesmal für seine filigran gestaltete
Figurengruppe einen Hauptpreis. Die für seine Werkstatt typische Verbindung von
gedrechselten und geschnitzten Teilen mit einer aufwendigen und detaillierten
Bemalung in Verbindung mit Zinngießen und Teigtechniken zeichnet auch die „Oberlausitzer
Bauersleute bei der Andacht“ aus. Ergänzt wird dieses gestalterisch
hochwertige Ensemble durch ein passendes Display und eine traditionelle
Verpackung in einer nach historischem Vorbild gestalteten Spanschachtel.
Holzkunst & Schnitzen Bettina Franke,
Deutschneudorf; „Weihnachtsmänner“ Die Weihnachtsmänner von Bettina Franke zeichnen sich durch die Verbindung von traditioneller Schnitzerei und einfachen Ausdrucksformen aus. Durch die schreitende, leicht gebeugte Grundform ist ein typischer Weihnachtsmann entstanden, der in verschiedener Farbgebung und Größe mit unterschiedlichsten Zubehör hergestellt wird und dabei immer die unverkennbare schnitzerische Handschrift der Werkstatt erkennen lässt.
Preis für „Hervorragende Traditionspflege“ Erzgebirgische Holzspielwaren Ebert GmbH, Olbernhau;
„Original Blumenauer Holzbaukästen“ Die Ebert GmbH setzt die Tradition der Fertigung von Blumenauer Holzbaukästen, welche bis 1860 zurückreicht, fort. Mit den Baukästenserien „Noblesse“, „Antik“ und „Noblesse classic“ knüpft sie unmittelbar an die seit den dreißiger Jahren des vorherigen Jahrhunderts in Blumenau gefertigten Baukästen an. Oftmals hört man den spontanen Ausruf von heute 70 Jährigen „Mit genau so etwas habe ich als Kind gespielt“. Unterstrichen wird die Tradition durch Verwendung der gleichen Bilder auf den Deckeln der Baukästen wie vor 70 Jahren.
Sonderpreis Erzgebirgisches Spielzeugmuseum Seiffen Der Name "Erzgebirgisches Spielzeugmuseum Seiffen"
steht heute für ein durchaus modernes, aber dennoch stark der Tradition und der
Regionalgeschichte verpflichtetes Museum. Sein direkter Vorläufer, die
sogenannte Spielzeugwerbeschau Seiffen, wurde vor 70 Jahren in dem noch heute
genutzten ehemaligen Industriebau eröffnet. Seit damals wird das Gesamtkonzept
verfolgt, nicht nur das volkskünstlerische Erbe zu sammeln, zu bewahren und öffentlich
zu machen, sondern auch die zeitgenössischen und innovativen Prozesse im
Spielzeuggebiet aufmerksam zu verfolgen und durch Ausstellungen und Publikation
zu begleiten. Als ein international anerkanntes Spezial- und Fachmuseum ist das
Seiffener Spielzeugmuseum heute weltweit bekannt. Seine museale Substanz bietet
mit Archivalien und einem beachtlichen Fundus einen umfassenden Blick in die
Vergangenheit. Die Dauerausstellungen schlagen den Bogen von die Anfängen der
Spielwarenfertigung bis hin zu Kunsthandwerk und unikatem Holzdesign der
Gegenwart. Alle Fotos: Fotoatelier Hermann Schmidt, Olbernhau Olbernhau, den 6.9.2006 |