Tradition & Form
Eine Kunst ist nur dann lebendig, wenn sie sich weiterentwickelt. Die Kunsthandwerker aus dem Erzgebirge wissen das seit Jahrhunderten und beleben ihre Kunst immer wieder mit neuen Impulsen. Jahr für Jahr entstehen neue Kreationen, die bei Liebhabern und Sammlern für Aufsehen sorgen. Manche neue Idee ist stark in der Tradition verwurzelt, einige Handwerker beleben eine alte Technik mit neuem Schwung, wieder andere gehen völlig neue Wege und präsentieren Figuren, die es so noch nie gegeben hat.
Um dieses Engagement und den Ideenreichtum zu fördern, hat der Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller gemeinsam der Sparkasse Mittleres Erzgebirge und dem ehemaligen Landkreis Mittleres Erzgebirge den Wettbewerb "Tradition & Form" ins Leben gerufen. Jedes Jahr werden besonders innovative und attraktive Neuerungen mit diesem weit über die Branche hinaus beachteten Designpreis ausgezeichnet.
Preisträger "Tradition & Form 2010"
Zum sechzehnten Mal wurde vom Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e. V. gemeinsam mit der Sparkasse, dem Erzgebirgskreis und mit der Zeitung "Freie Presse" die Auszeichnung "Tradition und Form" vergeben. In diesem Jahr beteiligten sich 29 Firmen mit insgesamt 32 Erzeugnissen. Die aus 10 Personen bestehende Jury unter dem Vorsitz von Helfried Dietel vergab fünf Hauptpreise und einen Preis für "Hervorragende Traditionspflege". Außerdem wurde ein Sonderpreis der Sparkasse Mittleres Erzgebirge und ein Sonderpreis des Landrates des Erzgebirgskreises sowie ein weiterer Sonderpreis für das Lebenswerk im Zusammenhang mit einem Firmenjubiläen vergeben. Auch in diesem Jahr konnten der Leser der Zeitung "Freie Presse" ein Exponat für einen Publikumspreis auswählen. Die ausgezeichneten Erzeugnisse werden zur Leipziger Messe Cadeaux vom 4. bis 6.9.2010 in der Präsentation Erzgebirge erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Preisübergabe ist für den Herbst vorgesehen, wobei der genaue Ort und Termin noch abgestimmt werden muss.
Hauptpreise:
Drechslerei Martin, Eppendorf; "Möwen", Gestalter: Torsten Martin
Zum zweiten Mal erhielt die Drechslerei Martin einen Hauptpreis. In Fortsetzung und Weiterentwicklung der 2002 ausgezeichneten Serie die "Launevögel" erhielt, die in drei Größen gefertigte Serie, die "Möwen" die Auszeichnung. Hervorzuheben ist an der Serie, dass diese weitestgehend aus einfachen geometrische Formen, wie Kugel und Tropfen, bestehen und farblich dem natürlichen Erscheinungsbild der Möwen entsprechen. Durch die etwas skurrile Ausführung insbesondere der "Sturmmöwe" mit ihren Südwester und Gummistiefeln erhält die ganze Serie in positiver Weise einen witzigen Eindruck. Auch diese Arbeit von Torsten Martin zeichnet wieder eine hervorragende Verarbeitung aus.Die "Möwen" von Torsten Martin erhielten auch den Publikumspreis der Leser der Tageszeitung "Freie Presse". Insgesamt beteiligten sich 1800 Leser, wovon sich 230 für die "Möwen" aussprachen.
Drechslerei und Holzgestaltung Knut Dietze, Olbernhau; "Teigarmengel aus gespaltenem Holz"
Mit der Preisvergabe an Knut Dietze, welcher zum dritten Mal einen Hauptpreis erhält, würdigte die Jury die Verwendung von gespaltetem Holz als gestalterisches Element in Verbindung mit mehreren traditionellen Handwerkstechniken, wie Drechseln und Teigarmherstellung. Die lasierende Farbgestaltung, welche Äste und Risse sichtbar bleiben lässt, betont die Urwüchsigkeit des natürlichen Werkstoffs Holz. Verschiedene Hanfhaargestaltungen, unterschiedliche Größen sowie variable Flügelstellungen geben jeder Figur einen individuellen Charakter.
Raum- und Tafelschmuck Gabriele Günther, Neuhirschstein; Pyramiden "alea" und "sphaera"; Gestalter: Frank Günther
Auch in diesem Jahr würdigte die Jury mit der Preisvergabe wieder Pyramiden, welche auf ihre ursprünglichste Form, Flügelrad, Achse und Wärmequelle reduziert sind, mit einem Hauptpreis. Das gestalterische Grundelement sind in beiden Fällen einfachste geometrische Formen, die des Würfels bei der Pyramide "alea" (lat. für Würfel) und die der Kugel bei Pyramide "sphaera" (lat. für Kugel), welche konsequent beibehalten wurden. Im bewussten Kontrast dazu stehen, die verwendeten hochwertigen Materialien, wie Nussbaum und gebürsteter Edelstahl. Eine ansprechende, extra gestaltete Verpackung runden das hochwertige Erscheinungsbild und die hervorragende Verarbeitung ab.
Erzgebirgische Holzkunst Gahlenz GmbH RuT; "Musikalisches Sextett" Gestalter: Sylva-Michèle Sternkopf, Gundolf Berger
Mit dem "Musikalischen Sextett" wird die hochwertige Serie moderner Engel der Sternkopf-Edition aus der Gahlenzer Manufaktur um ein eigenständiges Element erweitert. Die schlichte Eleganz der Engel wurde bewahrt und in Verbindung mit den entsprechenden Musikinstrumenten auf ein neues Niveau gehoben. Dies ist umso mehr zu würdigen, da dies in einer Größe von 16 cm erfolgt, in der es wenig vergleichbare Musikantenfiguren im Erzgebirge gibt. Die moderne Eleganz des "Musikalischen Sextett" wird durch die für die Manufaktur typische hochwertige Verarbeitung noch unterstrichen. Anerkennenswert ist auch, dass diese Musikantenengel sowohl als Einzelfiguren zum Sammeln als auch auf einer Grundplatte zu Deko-Zwecken attraktiv angeboten werden.
Erzgebirgische Holzwaren Ebert GmbH, Olbernhau; "Würfelspiel Architecto", Gestalter: Jürgen Ebert
Das ausgezeichnete Erzeugnis vereint die Funktion eines Baukastens mit dem eines Würfelspiels. Auf geradezu einfachste Weise werden schon Kinder im Vorschulalter angeregt, sich spielerisch mit Formen auseinander zu setzen. Darüber hinaus kann auch die ganze Familie am gemeinsamen Spiel teilnehmen. Die einfache Ausführung der insgesamt 60 Architekturelemente in naturbelassener Buche ermöglicht einen günstigen Preis und einen unmittelbaren Kontakt mit dem Werkstoff Holz.
Preis für "Hervorragende Traditionspflege": Holzspielzeug und Kunstgewerbe Peter Ulbricht, Seiffen; "Kletterfiguren"
Vor ca. 52 Jahren wurden durch Walter Werner, einem der bekanntesten Seiffener Kunsthandwerkerker, die erste Kletterfigur entwickelt und auch kurze Zeit gefertigt. Die Produktion wurde dann von Kurt Werner, dem Vater von Walter Werner, fortgeführt. Dieser Übergab die Herstellung um 1978 an seinen Schwiegersohn, Klaus Ulbricht. Die Fertigung der Kletterfiguren erfolgte zu DDR-Zeiten in einem heute kaum noch vorstellbaren Umfang von mehreren 100.000 Stück jährlich. Obwohl inzwischen die Serie auf 19 verschiedene Kletterfiguren erweitert wurde, blieb das Grundprinzip, eine einfache Mechanik mit der sich durch Ziehen am Ende des Seiles die Kletterfigur raupenartig nach oben bewegt, wie auch die Figur des ersten "Bergsteiger" unverändert. Sie werden heute von Peter Ulbricht, welcher im Jahr 2000 die Werkstatt von seinen Vater übernahm, weiter gefertigt.
Sonderpreis der Sparkasse Mittleres Erzgebirge: Werkstätten Flade, Inh. Kerstin Drechsel, Olbernhau; "Die Schatzkästchen"; Gestalterin: Birgit Müller
Mit dem Sonderpreis wird die Idee gewürdigt, im verschiedenen Ambiente die Figuren der Werkstätten Flade in einem variablen Rahmen passend und hochwertig zur Geltung zu bringen, und durch individuell gestaltete Rückseiten mittels austauschbarer Fotos Anlass und Personen bezogen nahezu beliebig variieren zu können. Beispielheft wird dies durch eine hervorragend gestaltete kleine Broschüre an Händler und Endkunden vermittelt.
Sonderpreis des Landrates des Erzgebirgskreises: Holzbildhauerei Silvia Kalbe, Schneeberg; "Kurrende - geschnitzt, 16cm, fünfteilig"
Die geschnitzten Kurrendefiguren liegen ganz in der Tradition der für den Raum Schneeberg und dem gesamten Westerzgebirge typischen Holzschnitzerei und weisen trotzdem in ihrer anmutigen und lieblichen sowie kindhaften Gestaltung die unverwechselbare Handschrift von Silvia Kalbe auf.Die lasierende Farbgebung unterstützt den positiven Gesamteindruck, zu dem auch die ausgezeichnete Verarbeitung gehört. Als Besonderheit tragen je eine Kurrendesängerin und ein Kurrendesänger anstelle der üblichen Laternen eine Grubenlampe. Der Landrat würdigt mit seinem Sonderpreis in diesem Jahr im Besonderen die traditionelle Holzschnitzerei. Dieses Handwerk ist untrennbar mit dem Erzgebirge verbunden. Es ist in dieser Einzigartigkeit der Darstellung zu erhalten und zu fördern. Die Holzbildhauerin Silvia Kalbe vertritt durch Ihr herausragendes Können dieses traditionelle Handwerk eindrucksvoll.
Sonderpreis für das Lebenswerk: Klaus Kolbe, Seiffen
Der 1944 geborenen Seiffener Kunsthandwerker Klaus Kolbe hat mit seinem Werk einen unverwechselbaren Beitrag zur Erzgebirgischen Volkskunst geleistet, welchen die Jury anlässlich des zwanzig jährigen Firmenjubiläum mit einem Sonderpreis würdigte. Die in diesem Zeitraum in der Werkstatt von Klaus Kolbe entstandenen Schwibbögen zeichnen sich durch filigrane kunsthandwerklichen Darstellungen, welche oftmals beweglich sind, vor einem handgemalten beleuchteten Panorama aus. Die dargestellten Motive sind überwiegend der Geschichte des erzgebirgischen Bergbaus, mit der sich Klaus Kolbe intensiv beschäftigte, entlehnt. Beispielhaft kommt dies in den mechanischen und auf konkrete geschichtliche Personen bzw. Ereignisse bezogene Schwibbögen der "Agricola- Trilogie" zum Ausdruck. Das Wirken von Klaus Kolbe wurde durch vielfältige Auszeichnungen gewürdigt. So erhielt Klaus Kolbe bereits 1995 für seinen Schwibbogen "Vom Bergmann zum Spielzeugmacher" einen der ersten Hauptpreise der Auszeichnung "Tradition & Form" überhaupt. Dem folgte 1997 wiederum ein Hauptpreis für den Schwibbogen "Dresdner Frauenkirche mit Striezelmarkt". Mehrfach erhielt er auch einen Förderpreis des Handwerks.
Preisträger "Tradition und Form 2009"
Zum fünfzehnten Mal wurde vom Verband Erzgebirgischer Kunsthandwerker und Spielzeughersteller e. V. gemeinsam mit der Sparkasse, dem Erzgebirgskreis und erstmalig mit der Zeitung "Freie Presse" die Auszeichnung "Tradition und Form" vergeben. In diesem Jahr beteiligten sich 24 Firmen mit insgesamt 27 Erzeugnissen. Die aus 10 Personen bestehende Jury unter dem Vorsitz von Helfried Dietel vergab drei Hauptpreise und einen Preis für "Hervorragende Traditionspflege". Außerdem wurde ein Sonderpreis der Sparkasse Mittleres Erzgebirge und erstmalig Sonderpreise des Landrates des Erzgebirgskreises und der Zeitung "Freie Presse", letzterer als Publikumspreis, sowie zwei weitere Sonderpreise im Zusammenhang mit Firmenjubiläen vergeben. Die ausgezeichneten Erzeugnisse werden zur Leipziger Messe Cadeaux vom 5. bis 7.9.2009 in der Präsentation Erzgebirge erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Übergabe der Preise erfolgt am 20.9.2009 anlässlich des "Tages des Kunsthandwerkers" im Lichtensteiner "Daetz-Centrum".Dort werden die ausgezeichneten Exponate dann auch zu sehen sein.
Hauptpreise
Annedore Krebs - Spielfiguren, Grünhainichen; Strategiespiele "Caro" und "Carotop"; Gestalter: Annedore Krebs
Mit der Preisvergabe würdigte die Jury die zugrunde liegende Spielidee, welche eine hohe Variabilität auszeichnet, in Verbindung mit einer qualitätsvollen gestalterischen und handwerklichen Leistung. Hervorzuheben ist auch die vielseitige Ausstattung und differenzierten Gestaltungsmittel der Spiele unter Einbeziehung der "anne krebs puppen", welche es dem Spieler ermöglicht, phantasiereiche und kreative Lösungen zu finden.
Holzgestalter Matthias Hillig, Görbersdorf; "Flügelrad"; Gestalter: Hartmut Ringel und Matthias Hillig
Die Jury würdigte die einfache und sachliche Form des Flügelrades, welche die Pyramide auf ihre wesentlichste Funktion reduziert. Durch spezielle Farbmischungen und Patina in Verbindung mit Aluminium und Edelstahl wird die Schlichtheit des Flügelrades noch unterstrichen. Die offene Form ermöglicht eigene Gestaltungsvarianten, welche auch eine von Weihnachten unabhängige Dekoration ermöglicht. Auch diese Arbeit von Matthias Hillig, welcher bereits zweimal mit einem Hauptpreis ausgezeichnet wurde, zeichnet wieder eine hervorragende Verarbeitung in Verbindung mit einer optimalen Verpackung und Produktbeschreibung aus.
Emil A. Schalling KG, Seiffen; Pyramide "Black Delta"; Gestalter: Matthias Schalling
Die erstmalig in dieser Form verwendete schwarze Farbgebung des Pyramidengestells schafft einen hervorragenden Kontrast zu den weißen Figuren und Symbolen der Weihnachtsgeschichte (Gestalter Günter Schwoboda) und gibt dieser einen würdigen Rahmen. Mit der Preisvergabe würdigte die Jury auch die konsequente Umsetzung des "delta-Prinzips" in der Pyramide, welches von den Wendeleuchtern, welche sowohl die Verwendung von Pyramidenkerzen als auch von Teelichten ermöglichen, über das Pyramidengestell bis in die Pyramidenflügel reicht. Eine sehr gute handwerkliche Verarbeitung, wie sie für die Emil A. Schalling KG selbstverständlich ist, zeichnet auch diese Pyramide aus.
Preis für "Hervorragende Traditionspflege"
Volker und Heiko Flath GbR, Seiffen; "Miniaturgespanne"
Mit Heiko Flath (geb. 1982) wird der traditionelle Seiffener Handwerksbetrieb gemeinsam mit seinen Vater Volker Flath (geb. 1956) seit 2008 in fünfter Generation fortgeführt. Seit 1905 ist diese Handwerkstradition mit der Fertigung von Miniaturgespannen verbunden. In diesem Jahr brachte die Ur-Urgroßmutter Maria Flath (1862-1923) die ersten 16 Miniaturgespanne auf dem Markt. Unter dem Urgroßvater Arthur Flath (1887-1961) wurden diese weiterentwickelt und z. B. im Jahr 1924 24.000 Stück dieser Gespanne hergestellt und in alle Welt versandt. Nachdem unter Günther Flath (geb. 1932) die Produktion der Seiffener Miniaturgespanne aufgrund der Vorliebe für Plastikfahrzeuge 1960 eingestellt werden musste, wurde diese mit Einstieg von Volker Flath 1986 unverändert auf vielfachen Sammlerwunsch wieder aufgenommen und bis heute fortgeführt.
Sonderpreis der Sparkasse Mittleres Erzgebirge
Miniaturendrechslerei Uhlig, Lengefeld; Serie "Pocket-Art"; Gestalter Uwe und Petra Uhlig
Mit dem Sonderpreis wurde die konsequente Weiterentwicklung der bereits 2007 mit einem Hauptpreis ausgezeichneten Serie "Weihnachtsbaum für die Hosentasche" hin zu einer ganzjährigen Serie mit neuen Motiven gewürdigt. Auch das passend gestaltete Verkaufsdisplay unterstreicht den hohen gestalterischen und handwerklichen Anspruch den Uwe Uhlig an seine Erzeugnisse stellt.
Sonderpreis des Landrates des Erzgebirgskreises
Original ULMIK - Erzgebirgische Volkskunst aus Seiffen; Serie Leuchter und Vasen "Modern-Line"; Gestalter: Mike Glöckner
Die Leuchter- und Vasenserie besticht durch ihre schlichte Eleganz, welche sich durch die Kombination einfacher geometrischer Formen ergibt und durch moderne Farbgebung noch unterstrichen wird. Durch die stark reduzierte Figurengruppe ist eine Verbindung zur Erzgebirgischen Volkskunst als auch für jedes Element ein individuelles Erscheinungsbild gegeben. Der Landrat des Erzgebirgskreises würdigt mit dem Sonderpreis vor allem das Bestreben der Firma ULMIK, neues modernes Design mit Erzgebirgischer Volkskunst gelungen zu verknüpfen.
Sonderpreise
Holzwerkstatt Gernegroß, Inh. Friedmar Gernegroß, Dorfchemnitz
In der dritten Generation führt Friedmar Gernegroß (geb. 1950) gemeinsam mit seiner Frau Karin (geb. 1956) den 1919 von seinem Großvater Max Gernegroß (1882-1954) gegründeten Handwerksbetrieb seit dem Tod seines Vaters Roland Gernegroß (1921-1985) fort. Waren es zur Gründung zunächst Zulieferungen für Stuhlfabriken und später Nussknacker sind es in den letzten zwanzig Jahren vor allem die charakteristischen Räuchermänner mit dem gedrechselten Bart, die bereits 2002 mit einem Hauptpreis ausgezeichnet wurden, und die Miniaturen in der Walnussschale, welche die Firma bekannt und unverwechselbar machten. Beispielhaft steht dafür der Walnussbaum, welcher anlässlich des 90-jährigen Firmenjubiläums entwickelt wurde,
Björn Köhler - Kunsthandwerk, Eppendorf
Ein Grundprinzip der Werkstatt von Drechslermeister Björn Köhler, welche 1989 gegründet wurde, lautet "Sich auf das Wesen der Dinge konzentrieren und voller Neugier die eigene Welt erfinden". Jeder der sich mit den Erzeugnissen der Werkstatt beschäftigt hat, wird dies bestätigt finden. Es gibt wohl kaum eine Werkstatt im Erzgebirge, welche in dieser Weise moderne Formen mit traditioneller Handwerkstechnik verbindet und ein derartig individuelles Erscheinungsbild hat. Neben der Gestaltung ist es auch der Umgang mit dem Werkstoff Holz, welcher die Einmaligkeit und Natürlichkeit dieses Materials unterstreicht, einzigartig. Beginnend mit der "Heiligen Familie", welche bereits 1995 mit einen der ersten Hauptpreise ausgezeichnet wurde, ist ein umfangreiches Sortiment entstanden, welches bisher noch drei weitere Hauptpreise erhielt. Mit dem Weihnachtsmann-Trio, welches anlässlich des Firmenjubiläums entwickelt wurde, ist auf Basis der wohl bekanntesten Figur der Werkstatt eine witzige Figurengruppe entstanden, welche beispielhaft für das Sortiment der Firma steht.
Sonderpreis der Zeitung "Freie Presse" - Publikumspreis
Karsten Braune, Pulsnitz; Serie "Kugelmänne'l mobil - Sammelfiguren Minifahrzeuge"
2140 Leser der Zeitung "Freie Presse" gaben ihre Stimme für den Publikumspreis ab. Mit deutlichen Vorsprung auf den Nächstplatzierten entschieden sich 264 für die von Karsten Braune entwickelten "Kugelmänn'l mobil".