Träume in Holz

Als Bergleute waren die Bewohner des Erzgebirges dem Holz sehr verbunden. Man brauchte das Holz für das Abstützen der Stollen und für das Entzünden des Grubenfeuers. In den Wäldern des Erzgebirges war außerdem genug vom Rohstoff Holz vorhanden, so dass der Bergmann nach Feierabend gern zum Schnitzmesser griff und seine Erfahrungen in Holz verewigte.

Was zunächst als Feierabendbeschäftigung begann, wurde schon bald zur bitteren Notwendigkeit. Denn als sich die Erzvorräte dem Ende zuneigten, mussten sich die Bergleute in den alten Silberstädten einen neuen Broterwerb suchen. Wie schon viele Bauern des Osterzgebirges verdienten sie sich mit der Holzkunst ein kleines Zubrot. Sie fertigten allerlei Gebrauchsgegenstände aus Holz, zunächst für den Eigenbedarf, später auch zum Verkauf. Doch am begehrtesten waren das erzgebirgischen Spielzeug, welches schon bald seinen Siegeszug um die Welt antrat.

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